Olli Schulz Theater am Kurfürstendamm

Olli Schulz im Theater am Kurfürstendamm Berlin

Vier ausverkaufte Abende im Theater am Kurfürstendamm. Da kann man nur gratulieren!

„Immer dieser LieblingsOlli…“ (Zitat: Kimi)

Ich hatte das Glück an 3 von 4 Abenden bei seinen Konzerten dabei sein zu dürfen.

Tonight Olli Schulz

Ursprünglich war ein einziges Konzert am Samstag den 8.10.2016 geplant. Dieses war innerhalb von wenigen Minuten ausverkauft. Sodass dadurch insgesamt 3 weitere Zusatzkonzerte entstanden sind, die aber nicht weniger schnell ausverkauft waren. Ich bin auch eher durch Glück und Zufall an die Tickets gekommen. Ein Ticketverkauf, der Mittags startet ist nicht immer wahnsinnig berufstätigen-freundlich.

Mittwoch den 5.10. war das erste Konzert, Donnerstag den 6.10. war das zweite Konzert, am Freitag den 7.10. war das dritte Konzert (an dem ich leider nicht dabei sein konnte) und am Samstag dann der vierte Abend. Ich werde heute von allen Abenden berichten. Sie hätten unterschiedlicher nicht sein können, aber nun einmal von vorn:

Olli spielte seit langem mal wieder vier Solo-Konzerte. In seit dem letzten Album war er immer nur mit Band unterwegs gewesen. Er sagt, er wollte mal wieder zurück zu seinen Wurzeln. Neu war die Bühnendeko. Im Hintergrund stand ein goldener Ohrensessel mit einer riesigen Lampe und einer noch größeren Palme. Auf der anderen Seite ein grünes Chaiselongue. Er selbst hatte nun einen kleinen Beistelltisch bekommen, auf dem die Getränke standen. Olli hatte an jedem Abend Quizfragen gestellt und an den Gewinner alte CDs, DVDs und Bücher verschenkt. Außerdem gab es an jedem Abend auch ein Shirt von der aktuellen Tour zu verschenken.

Bevor ich mit der Beschreibung der Abende Beginne möchte ich darauf hinweisen, dass es sich hierbei um Subjektivität handelt. Wie immer in meinem Blog!


Erster Abend am Mittwoch den 5.10.2016.

Ich saß in der 2. Reihe ganz links. Tolle Plätze. So nah, dass man fast das Gefühl hat direkt mit auf der Bühne zu sitzen.

Auftritt Olli. Alle freuen sich und klatschen, Olli wirkt ein wenig nervös. Sagt, dass er sich erstmal warmquatschen muss. Er zeigt direkt zu Beginn ein paar Fotos und Videoausschnitte von seiner Reise auf der Queen Mary 2. Dort durfte er einst kostenlos mitfahren und musste dafür ein paar Auftritte spielen. Diese Auftritte wurden vom Publikum nicht ansatzweise gewürdigt, sodass ihn das wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholte und er wieder mehr Dankbarkeit und Demut für vier ausverkaufte Abende in Berlin empfindet. Dann erzählte er von einem Engländer, der in diesem Video auch singen sollte, doch leider hatte er das passende Video nicht parat. Seine Entschuldigung: er hat sich das iPad von seinem Tourmanager geliehen, sein eigenes war mit der Technik des Hauses nicht kompatibel.

Er kündigte an, dass es an jedem Abend in dieser Woche einen anderen prominenten Gast geben würde. Was für Olli Konzerte allerdings neu und ungewöhnlich war, war die Pause nach ca. 1 Stunde. Olli meint, wir sollten nicht zu lange Pause machen, weil er sonst aus dem „Flow“ käme. Also wurde die Pausenzeit dazu genutzt zu spekulieren, wer denn in den ganzen Tagen zu Gast sein würde. In Vergangenheit hatte Olli ja schon immer Mal Gäste in seine Show eingeladen, zuletzt gab es sogar einen ganzen Abend mit Thees Uhlmann zusammen. Zu anderen Konzerten kamen große Namen wie Bernd Begemann und Nora Tschirner. Olli hatte auch oft Geschichten über sich und Bela B. erzählt. Es blieb weiterhin spannend…

Im zweiten Teil der Show rief er dann Thees Uhlmann (alias Uhlo) auf die Bühne. Das Publikum war sehr überrascht und freute sich sehr. Beide spielten abwechselnd einen eigenen Song. Zum Ende hin spielten sie sogar einen zusammen. Der jeweils andere begleitete die Songs auf der Gitarre.

So viel zum Programm…

Am Ende des Abends war ich ganz schön sauer! Aber es war eine Mischung aus sauer sein und mir Sorgen machen.

Olli hatte an diesem Abend sehr viele Songs verkackt. Er hatte sie angefangen zu spielen, wusste aber teilweise nicht mehr die Akkorde, oder die Texte oder war selbst nicht zufrieden und hatte sie dann einfach wieder abgebrochen. Was echt schade ist! Ich bin seit Jahren ein großer Fan von Ollis Musik. Das, was seine Konzerte so besonders macht ist die Mischung aus diesen wunderschönen alten und auch neuen Songs und die Erzählungen diverser Geschichten aus seiner Zeit als Roadie, seine Witze, seine Storys, seine Wahrheiten. Olli war nie der begnadete Gitarrenspieler, der er gern sein würde. Er glänzte immer damit, die Songs in einer schönen Stimmung zu spielen und zu singen und den Abend durch seine Erzählungen aufzulockern. An diesem Abend hat er die Kurve aber gerade noch so bekommen, weil er eben so viele gute und witzige Storys auf Lager hat. Er schafft es trotzdem das Publikum für sich einzunehmen, für den ein oder anderen Lacher zu sorgen und ansonsten sogar mal Smalltalk mit dem Publikum zu machen. Musikalisch gesehen, war Thees an diesem Abend um Längen besser. Der hat die Nummern fehlerfrei durchgezogen und dadurch alle begeistert. Er hat sogar einen Song von Tomte gespielt, weil Olli ihn sich gewünscht hat. Warum ich mir Sorgen um Olli mache? Ich habe ihn zuvor nie auf der Bühne trinken sehen. Je mehr Alkohol an diesem Abend floss, desto mehr merkte man es ihm leider auch an. Er war eh schon unvorbereitet. Er wirkte sehr zerstreut und teilweise hatte man das Gefühl, dass man ihn in den Arm nehmen möchte und sagen möchte: „Ach Olli, das wird schon wieder!“. Der Gute wird eben auch nicht jünger und kann offensichtlich doch nicht mehr so eine 2-3 Stunden Show so locker unvorbereitet aus dem Ärmel schütteln. Kann er schon, aber dann wird’s halt scheiße! Hat er ja auch eingesehen…in den folgenden Tagen hat er immer erwähnt, dass der Mittwoch jetzt gelinde gesagt „nicht so dolle“ war. Im Nachhinein hat er im Podcast Fest&Flauschig ja auch erklärt, dass er die Nacht zuvor auch nicht geschlafen hätte, weil er einem Freund helfen musste. Ich denke es ist richtig, dass er diesbezüglich nicht mehr ins Detail gegangen ist. So etwas geht niemanden etwas an. Aber ich kann mir vorstellen, dass er selbst da sicherlich auch etwas durcheinander war, sich Sorgen gemacht hat und dann verzeiht man ihm auch irgendwie mehr, dass die Show eben nur halbgut war. Meine Begleitung an diesem Abend war übrigens das erste Mal bei einem Olli Schulz Konzert und war komplett begeistert von diesem Super-Typen! Und ich hab mir ja nur Sorgen gemacht, weil ich Olli in diesem Zustand nie zuvor erlebt habe und mich schon gefragt habe, was da eigentlich mit ihm los ist?!

Bilder vom ersten Abend: (zum Vergrößern einfach raufklicken!)


 

Zweiter Abend am Donnerstag den 6.10.2016

Wie kann das denn sein?

Olli war komplett ausgewechselt!

Olli war vorbereitet. Zu Beginn gab es ein Video, welches er heute morgen bei der Aufnahme von Fest&Flauschig aufgenommen und selbst zusammen geschnitten hatte. Jan Böhmermann kündigte darin den „großartigen Olli Schulz“ an. Dieser Betrat daraufhin im Anzug die Bühne.
Er spiele heute doppelt so viele Songs wie gestern. Hatte er sich etwa vorbereitet? Sogar nochmal geübt? Hatte er sich einen Plan gemacht?

Sogar meine Begleitung von gestern musste zugeben, dass er die Songs heute noch viel besser spielte. Heute hat Olli richtig Gas gegeben, als hätte er etwas von gestern wieder gut zu machen! Klasse Show! Toll Olli!

Eine witzige Anekdote an diesem Abend war, dass Olli erzählte, dass es wohl gestern doch kein so guter Start war. Da rief ein Typ aus dem Publikum, dass es ihm trotzdem gut gefallen hätte. Olli fing an sich mit ihm zu unterhalten und wollte erstmal seinen Namen wissen und wissen, warum er denn zweimal zu dieser Show käme. Er antwortete, dass er einmal mit der Familie und einmal mit seinen Kumpels da wäre. Dann stand er auf und fragte Olli, ob er ihm mal eine Frage stellen dürfte. Olli war ziemlich überrascht und auch schon leicht angenervt, weil er ja eigentlich keine privaten Fragen beantworten möchte und auch nichts diskutieren möchte. Er zog es kurz ins Lächerliche indem er sagte, dass wir ja hier heute gar nicht zum Konzert da wären, sondern zur Pressekonferenz. Olli schien dennoch neugierig zu sein und ließ die Frage zu. Er wirkte sichtlich erleichtert, als die Frage lautete: „Mensch Olli, wann bringst du denn mal wieder ein neues Album raus?“. Olli antwortete, dass er bereits dabei wäre neue Songs zu schreiben und aufzunehmen. Er hätte sogar schon einen Albumtitel: „Schulz & Sühne“. Das neue Album würde dann spätestens im nächsten Sommer erscheinen. Großer Applaus. Große Vorfreude.

Am 2. Abend war Marco Göllner zu Gast. Marco Who? Zum Glück spielte Olli nochmal das Intro von Fest&Flauschig vor, dass Marco Göllner neuerdings spricht. Danach wusste jeder bescheid und Olli konnte ihn auf die Bühne holen.

Besonders und einzigartig war an diesem Abend, dass Olli gemeinsam mit Marco Göllner ein Kapitel vorlaß, dass es zu seinem eigenen Bedauern, nicht in das Buch geschafft hatte. Die Lesung dauerte gefühlt eine halbe Stunde. Es war sehr erfrischend, dass sich beide beim Vorlesen abwechselten. Es war eben eine dieser typischen Olli Storys aus seinem früheren Leben als Teenager, als Backliner, Roadie … Das Publikum war ganz angetan von dieser Story. Ich selbst war ja vor allem eher für die Musik gekommen. Ungewöhnlich war auch, dass Marco Göllner nach der Lesung nochmal von der Bühne gegangen ist und Olli noch ein paar Songs allein spielte. Ganz am Ende kam Marco Göllner dazu und sang mit Olli noch einen Song. Der war wirklich toll! Der Mann hat ordentlich Kraft und Power in der Stimme und kann gut Gitarre spielen und hat das Publikum komplett aus den Socken gehauen.

Ein sehr gelungener Abend! Wirklich super! Danke Olli!

Am Ende gab es Standig Ovations vom Publikum. Zurecht!

Bilder vom zweiten Abend: (zum Vergrößern einfach raufklicken!)

Ps.: Nachtrag: Olli erzählte an diesem Abend, dass er Gisbert nur in seine Band geholt hat, weil er wollte, dass Gisbert überhaupt weiterhin Musik macht. Dies stand nach dem Tod von Nils Koppbruch ganz stark auf der Kippe! Chapeau, dass du das gemacht und geschafft hast! DANKE OLLI! 


Dritter Abend am Freitag den 7.10.2016

Ich war an diesem Abend leider nicht dabei, weil ich keine Tickets mehr bekommen hatte. Ich hatte von Bekannten gehört, dass Kat Frankie zu Gast war und sie eine wirklich tolle Stimme hat, aber sie bedauerten, dass sie wenig bis gar nicht ins Publikum schaut, geschweige denn mit diesem agiert.

Außerdem hatte ich gehört, dass Olli nach mir gefragt hatte. „Ist Kimi auch da? Die war gestern und vorgestern auch schon da!“. Es hat sich leider niemand getraut zu sagen: „Neee, heute nicht, aber morgen kommt sie wieder!“. Es ehrt mich immer wieder, wenn Olli mich im Publikum entdeckt und ruft: „Hallo Kimi!“ Ich bin jedes Mal überrascht und total baff!


Vierter Abend am Samstag den 8.10.2016

Olli hatte schon an den anderen drei Abenden angekündigt, dass er sehr aufgeregt sei, dass am Samstag seine Tochter das erste Mal zu einem seiner Konzerte kommen würde. Er musste also die ganzen versauten Witze an den anderen Abenden rauslassen und sich am Samstag komplett zusammenreißen. Das hat man auch gemerkt. Er spielte viele Songs. Holte auch nochmal Kat Frankie auf die Bühne. Ben Lauber war auch da und begleitete ihn am Schlagzeug und das obwohl sie vorher nicht zusammen geübt hatten.

Einer der schönsten Momente war der gemeinsame Song „Ob es wirklich Liebe gibt“ mit Kat Frankie. Ein kleiner romantischer Song, bei dem ihre Stimme toll zur Geltung kommt. Ein Mischmasch aus Deutsch und Englisch. Echt sehr niedlich. Es ist ein bisher unveröffentlichter Song, der hoffentlich aufs nächste Album kommen wird!

Der erste Song des Abends war ihr Song: „Als Musik noch richtig groß war“. Eine wirklich schöne Geste! Später spielte er auch noch „Der kleine Bär“, ein Song, der auch eher selten im Repertoire ist. Die Songauswahl war super. Das Publikum klatschte brav nach allen Songs. Keine Zwischenrufe, keine Störungen, keine besonderen Vorkommnisse. Das fiel irgendwann auch Olli auf. Er versuchte es freundlich zu formulieren und nannte es: „Ihr seid aber heute ein sehr aufmerksames Publikum, seid ruhig, hört zu…“. Er spielte sich um Kopf und Kragen, gab sich enorm viel Mühe, doch der gewisse Funke von den letzten Abenden wollte und wollte nicht überspringen. Da half nicht mal der extrem geschmacklose Witz am Ende des Abends.

Man merkte Olli den ganzen Abend über seine Nervosität an. Er versuchte sie zu überspielen, versuchte geordnet und strukturiert und vorbildlich rüberzukommen. Immer wieder schaute er ins Publikum zu dem Platz, wo seine Tochter

saß und blickte sie kurz an oder gab ihr ein Lächeln. Es war das harmloseste Olli Konzert, dass ich je gesehen hatte.

Einmal hatte er sich kurz vergessen und fing einen versauten Witz an, aber dann fiel ihm wieder ein, dass er ihn nicht erzählen konnte, und versprach dem Publikum den Witz zur Zugabe nochmal zu Ende zu erzählen.

Das er Kat Frankie für einen eigenen Song die Bühne überlassen hatte (und sich selbst ins Publikum setzte) war sein eine sehr schöne und angemessene Geste.

Zum Abschluss dieser Herbsttour spielte er den Song: „So muss es Beginnen“. Ein wirklich sehr schöner Song vom Album „Feelings aus der Asche“, der sehr schön als Ausklang dieses Abends passte.

Bilder vom letzten Abend: (zum Vergrößern einfach raufklicken!)


Und weil ich dich eben trotzdem mag, weil du so bist, wie du bist und du so ok bist, wie du bist, möchte ich mich nun mit einem versöhnlichen Bild verabschieden und freue mich auf alle Konzerte, die noch in Zukunft kommen werden! Ich habe mich schon viele Jahre blendend amüsiert, unterhalten gefühlt und deine Musik ist meine große LIEBE!

Herzlichst! Deine Kimi

von wegen Lisbeth

Von wegen Lisbeth und Kimi

Freitag Nachmittag. 24. Juni. Eine Affenhitze! Schon im Schatten sind es 34 grad. Man zerfließt innerlich beim Nichtstun. Ein schöner Beginn vom Kosmonaut Festival 2016 in Chemnitz.

Bereits 16 Uhr hatten die Lisbeths ihren Gig auf der Noisy Bühne. Man ist irgendwie froh, dass man das überlebt hat. Doch dann geht man nichtsahnend zur Herzblattbühne und will sich einfach nur ein bisschen ausruhen und auf den nächsten Headliner warten. Da ist plötzlich Matze von von wegen Lisbeth auf der Herzblattbühne und darf sich eine Kandidatin aussuchen. Es ging um die Bands, die sie so feiert und um Pokemon. Die Gewinnerin sieht ganz schön glücklich aus. Ob das nun am riesigen Präsentkorb, oder an Matze lag, ist unklar. Matze durfte sich auch etwas aus ihrem Präsentkorb aussuchen. Er entschied sich für eine Duftkerze!

Von wegen Lisbeth

Nun schaut euch mal dieses Selfie an! Wo ist der Fehler?

Auflösung: Da hat sich jemand aufs Bild geschummelt, der gar nicht in die Band gehört. Doz fehlt! Alle anderen haben sich das Spektakel nicht entgehen lassen, wie sich Matze eine neue „Linda“ aussucht! (Hinweis auf den Song: Der Untergang des Abendlandes- Von Wegen Lisbeth)

Ich bin echt ultra happy, dass ich meine Lieblinge mal treffen konnte und mit ihnen bei schönstem Wetter unverbindlich quatschen konnte. Freue mich sehr auf weitere Konzerte! <3

Übrigens oder auch by the way…ich fragte sie, ob sie noch bis morgen bleiben würden um sich die anderen Shows anzuschauen. Sie verneinten, weil sie am nächsten Tag zum Videodreh müssten. Ich fragte um welchen Song es ginge: „Bitch“ war die Antwort. Juhuuuu…denn es ist mein Lieblingssong!

PxP Festival

[GASTBEITRAG] PXP Festival in der Waldbühne Berlin

Heute gibt es mal einen Gastbeitrag von der Lieben Mara von „Muffensausens Plattenschrank“. Wir haben uns, wie sollte es auch anders sein, bei einem Konzert kennengelernt. Sie ist mindestens genauso konzertverrückt wie ich, weshalb diese Kooperation so super passt! 

Hier geht’s zu ihrer Facebookseite „Muffensausens Plattenschrank“ und hier zu ihrem wunderschönen Blog: „Vinylsehnsucht“.

Mara war beim PXP Festival in der Waldbühne und wird euch heute davon berichten: 

 

Das Peace by Peace Festival

 

Am Sonntag, den 05.06., fand in der Berliner Waldbühne das PxP (Peace by Peace) Festival zu Gunsten von Kindern in Not statt. Ins Leben gerufen wurde das Festival von Fetsum, einem Stuttgarter Musiker. Er wurde in Ägypten geboren, als seine Eltern auf der Flucht nach Deutschland waren.

Die Künstler, die auf dem Festival auftraten erhielten keine Gage, der Gesamte Erlös ging an das Kinderhilfswerk Unicef. Unicef unterstützt damit Projekte IN Syrien, dem Süd-Sudan, der Ukraine und dem Irak. Es ging vor allem darum, vor Ort etwas zu bewirken.

Eine super Idee, wie ich finde.

Noch dazu wo wirklich großartige Künstler auftraten. Am meisten freute ich mich natürlich auf den Auftritt der Beatsteaks, aber fangen wir mal am Anfang an

PxP Festival

(Die Waldbühne kurz nach Einlass)

 

Für das Festival waren sogar eine liebe Freundin aus Hannover und Bekannte aus der Schweiz angereist.

Nachdem wir einmal quer durch Berlin fuhren, waren bereits vor Einlass an der Waldbühne. Während wir darauf warteten das Gelände zu betreten, gerieten wir in einen Regenschauer.

Nass bis auf die Haut, ging es schließlich zum Einlass. Ich war 2009 das letzte Mal in der Waldbühne und war dementsprechend doch etwas von ihrer Größe überwältigt. Da ich mir am Morgen den Fuß in der Badewanne verletzt hatte, kam mir der Weg zur Bühne erst recht elendig lang vor. Aber auf meine Freunde ist glücklicher Weise immer Verlass. So erreichte ich humpelnd dann doch die erste Reihe, in der mir ein Platz freigehalten wurde. Der Regenschauer war schnell vergessen und die Laune stieg stetig an. Es war einfach ein schönes Gefühl wieder mit Freunden vereint zu sein, die man nicht so häufig bei sich hat, wie man es sich wünscht. Wir sangen und lachten und freuten uns auf einen langen Tag mit viel Musik. Um 17 Uhr begann das Programm.

 

Eröffnet wurde das Festival von Zugezogen Maskulin. Gefolgt von Motrip, Dat Adam, Namika, Elif,Aloee Blacc, einem special Showcase von Cro, Teesy & Danju. Alles überwiegend Acts aus Hip-Hop & R’n’B.

 

PxP Festival

( Der Gastgeber darf natürlich im Line-Up nicht fehlen)

 

Der Initiator des Festivals, Fetsum, gab natürlich auch ein paar Songs zum Besten und erzählte seine Geschichte. Es gab auch Kurz-Interviews mit Michael Müller, dem regierenden Bürgermeister von Berlin, sowie dem Unicef-Vorsitzenden.

 

Das erste Highlight für mich, war der Auftritt der PxP Allstars. Dabei traten unter anderem MAX HERRE, JOY DENALANE, PATRICE, CLUESO, MEGALOH, AFROB, SAMY DELUXE gemeinsam auf und unterstützten sich gegenseitig bei ihren Songs.

Clueso spielte gemeinsam mit Max Herre seinen Song „Love the People“. Ein Song, der wunderbar zum Anlass passte. Zu finden ist dieser auf seinem zweiten Album „Gute Musik“. Ich habe es sehr genossen, die beiden gemeinsam singen zu hören und Gitarre spielen zu sehen. Als zweiten Song präsentierte der Singer-Songwriter den Song „Gewinner“. Es war schön zwei „ältere“ Songs zu erleben, da ich mit den letzten beiden Alben des Musikers leider nicht mehr so viel anfangen konnte. Insgesamt war der Auftritt der Allstars wirklich sehenswert!

PxP Festival

(Max Herre (links) und Clueso (rechts) beim gemeinsamen Auftritt)

 

Nach dem 2-Stunden Auftritt der Allstars war es dann Zeit für die Beatsteaks.

Endlich war der Moment gekommen, auf den wir alle gewartet hatten. Sobald die 5 Berliner die Bühne stürmten und die ersten Töne von „Let me In“ erklangen, rastete das Publikum völlig aus. Bei keinem der vorherigen Acts hatte so eine Stimmung geherrscht. Es waren nur 30 Minuten und auch der einzige Beatsteaks-Auftritt des Jahres, aber es war durch die Bank weg großartig. Der Funke sprang sofort über, man konnte der Band ansehen, wie viel Spaß sie auf der Bühne hatten.

PxP Festival

(Die Beatsteaks kurz nach Betreten der Bühne)

 

Womit wohl keiner gerechnet hatte, war der Gastauftritt von Campino (Die Toten Hosen). Gemeinsam performten sie „Liebeslied“, sehr zur Freude des Publikums.

PxP Festival

(Arnim und Campino singen gemeinsam „Liebeslied“)

 

Natürlich durften Songs wie „Jane became Insane“, „I don’t care as long as you Sing“ oder „Gentleman oft he year“ nicht fehlen. Es war unglaublich zu sehen, wie viel  gute Laune in eine halbe Stunde passt. Nachdem sie noch einen Song von Motörhead coverten, verließen die Beatsteaks begleitet von lauten Rufen nach Zugaben die Bühne.

 

Als letzter Act des Abends standen schließlich Seeed auf der Bühne.  Seeed haben, wie war es auch anders zu erwarten, ebenfalls eine großartige Show abgeliefert. Fette Beats, große Stimmung. Neben Songs wie „Augenbling“ und „Schwarz zu blau“ gab es auch ein gemeinsames Prince-Cover mit Arnim und Fetsum.

 

Ein weiteres Highlight für mich war das im Publikum hochgehaltene Schild mit der Aufschrift „Make Humus, not Walls“. Dazu sollte man wissen, dass ich Humus wirklich sehr, sehr gern esse. Das Publikum stimmte auch immer wieder an:

„Say it loud, say it clear: Refugees are welcome here“.

Es war mehr als eindeutig, dass Publikum und Bands in der guten Sache vereint waren. Ich denke, der Tag war ein voller Erfolg, trotz „Kreisch-Fans“, trotz schmerzendem Fuß und Regenwetter. Alles in allem ein voller Erfolg, auch wenn ich mich über Festivalbändchen sehr gefreut hätte. Aber man kann schließlich nicht alles haben!

Erschöpft aber Glücklich verließen wir schließlich mit gestärktem Glauben an die Menschheit die Waldbühne und begaben uns auf den Heimweg.

 

Alles was noch zu sagen bleibt ist: Danke Fetsum für die Arbeit und Mühe, die du in die Organisation dieses Festivals gesteckt hast. Danke an alle Künstler auf der Bühne und alle Menschen, die dieses Event möglich gemacht haben! Es war schön ein Teil davon gewesen zu sein!

 

Mara Muffensausen

© Bild 01,03 & 04 – Mara Muffensausen

© Bild 02 & 05 – Nips / Adoptivkind1904

Riders Connection

Riders Connection im LIDO Berlin TICKET zu gewinnen!

DIE VERLOSUNG IST BEENDET!

Die Gewinnerin ist Hannah Eßler! Ich werde mich mit dir per Mail in Verbindung setzen!

 

 

Riders Connection sind eine DER tollsten Live-Bands überhaupt!

Vor kurzem haben sie ihren neuen Song „Colour Me“ veröffentlicht und deswegen wird es einfach mal wieder Zeit für einige Konzerte!

Am Donnerstag 19.Mai 2016 spielen sie eins ihrer legendären Konzerte im Berliner Lido.

Wenn ihr Lust habt hinzugehen, dann schreibt mir doch eine Mail an: kim@diebandsdiesiesoliebte.de

Ich werde den Gewinner am Mittwochabend (18.5.2016) bekannt geben.

Hier geht’s nochmal zur Facebookveranstaltung!

Ich freue mich schon auf die Jungs!

Und aus Nostalgiegründen gibt’s einfach noch ein altes Bild von einem Riders Connection Konzert…

Riders Connection

Romano Astra Kulturhaus Berlin

Romano im Astra Kulturhaus Berlin

Eine Liebeserklärung an Romano

 

Aber diese verrückte Geschichte muss nun wirklich von vorn erzählt werden!

Wie ich in diesem Artikel (Romano beim Jägermeister Hubertusfest) schonmal schrieb, habe ich einen Freund, der Romano extrem feiert und mich total damit angesteckt hat. Nun stand das Konzert im Astra schon länger auf unserem Plan. Da das Astra ja schon eine stattliche Halle für noch kleine Bands ist, haben wir das Kaufen von Tickets irgendwie immer weiter nach hinten verschoben. BIS: ES AUSVERKAUFT WAR! Wir waren schockiert! Haben uns natürlich sehr für Romano gefreut. Wir waren uns aber trotzdem sicher, dass irgendwer schon seine Tickets an echte Fans wie uns verkaufen würde.

Doch dann: ZUM GLÜCK GIBT ES RADIO FRITZ! Bei den Radiofritzen am Sonntag (Mit Kathrin Thümie Thüring und Jakob Lundt) hatte ich das Glück durch die Leitung zu kommen. Um die Tickets zu gewinnen, musste ich- und jetzt haltet euch fest: „HAI-raten“ spielen. Ich musste für Jakob Lundt punkte erspielen und gegen Kathrin Thümie Thüring antreten. Und im Ernst…hättet ihr gewusst, dass es den „Fransenteppichhai“ wirklich gibt? Ich wettete dagegen und verlor! Wirklich haushoch! Aber die Moderatoren hatten irgendwie Mitleid mit mir und gaben mir die Tickets trotzdem. Da war ich super happy! Danke an Fritz!

Wir waren früh genug da, um noch ein Plätzchen in der ersten bzw. zweiten Reihe zu ergattern. Neben mir in der ersten Reihe waren jeweils Pärchen. Da haben sich die Mädels total auf Romano gefreut und die dazugehörigen Männer haben in der Zeit cool aufs Handy geguckt. Es ist mir ein Rätsel, wie man bei Romano so ruhig bleiben kann. Vor dem Konzert kam man ins Gespräch. Konfetti hatte ich zufällig auch dabei und wir haben uns gegenseitig mit Luftschlangen beworfen.

Die Bühne war sehr einfach gestaltet. Im Hintergrund das große ROMANO Banner, ein Gitarrist, ein Drummer. Ungewöhnlich waren die 4 großen Spiegel auf der Bühne, die ich so in dieser Form noch nie gesehen habe. Ob sie wohl für Romanos Eitelkeit dort stehen?

Spiegel sind hier zu sehen…er schaut auch gerade rein, was meine These unterstützt: (zum vergrößern einfach auf das Bild klicken!)

Romano Astra Kulturhaus Berlin

Vor dem Konzert wurden überall großzügig die „Romano Dollar“ verteilt. Auf der Einen Seite ein Bild von ihm und auf der anderen Seite ein Molotow Cocktail. Dieser Romano Dollar galt dem Song „Brenn die Bank ab“, welcher unter seinen ersten Songs war. Durch die gesamte Halle flogen die Dollar, wie im Film. Sehr protzig! Vor allem, als Romano selbst während des Songs immer wieder Stapelweise davon ins Publikum warf, so als könnte er es sich leisten mehrere 10.000 Dollar wegzuschmeißen! Einige Menschen im Publikum haben das „Geld“ während des Songs angezündet, was natürlich beim Songtext: „Brenn die Bank ab, fackel die Banken ab, fackel die Banken ab!“ als große Kritik am System sehr passend ist.

Romano Astra Kulturhaus Berlin
Romano Dollar

Romano ist eine absolute Kunstfigur. Jeder Song ist komplett durchdacht, die Performance stimmt bis aufs kleinste Detail. Wir lieben es, wenn er seine geflochtenen Zöpfe von rechts nach links und zurück schleudert. Seine goldene Bomberjacke ist ebenso geil wie seine Metalkutte und der passende Song dazu sowieso. Sein Tanzstil ist unvergleichbar, man merkt deutlich den Einfluss des Balletts. So häufig wie er versucht fliegende Figuren zu machen. Das ist der Wahnsinn!

Romano weiß, dass er bei den Mädels gut ankommt. Wahrscheinlich hat er aus diesem Grund den Song: “ Romano und Julia“ geschrieben. Er holt sich zu diesem Song immer eine Julia aus dem Publikum und singt dieses Lied für sie:

(…) Du bist meine Julia – Julia
Romano und Julia – Julia
Jetzt sind wir ein Liebespaar – Julia
Romano und Julia
Und dann warst Du plötzlich da – Julia
Du bist meine Julia – Julia
Romano und Julia – Julia
Jetzt sind wir ein Liebespaar – Ohhhh (…)

Die Dame, die die Julia spielt, darf nicht nur ein Gläschen (originalen Rotkäppchen) Sekt mit ihm trinken und bekommt einen Kuss auf die Wange, sondern bekommt am Ende auch noch eine Rose zur Erinnerung in die Hand gedrückt. Sehr romantisch der Herr Romano! <3

Diesmal war es allerdings anders: Romano hat seiner Julia nur eine einzige Rose gegeben. Er hatte allerdings einen ganzen Strauß Rosen auf der Bühne zu stehen. Und so bekam beim letzten Song jedes Mädchen in der ersten Reihe eine Rose von ihm. Hach war ich glücklich! Ich bekam schon sehr sehr lange Zeit keine Blumen mehr von einem Mann und dann ausgerechnet von Romano. Da ging mir doch mein Herzchen auf!!!

Romano Astra Kulturhaus Berlin

Das Publikum war dankbar, dass Romano als Zugabe und letzten Song: „Immun“ spielte. Nach meinem subjektiven Gefühl konnte einfach jeder in diesem großen Raum diesen Song auswendig mitsingen. Das ist natürlich immer ein besonderer Gänsehautmoment, der auch Romano selbst sehr berührte. Wer sich nicht erinnert: HIER GIBTS IMMUN!

Wir waren super glücklich und dankbar, als sich Romano nach dem Konzert noch Zeit für seine Fans nahm, Autogramme gab und coole Fotos machte. Mich hat er vom letzten Mal (Hubertusfest) wieder erkannt. Er sagte, dass das Selfie nicht so gelungen sei und wir nun mal ein besseres machen müssten. Ich durfte ihn dafür sogar auf die Wange küssen! Aber das Bild bleibt privat!

Dieses hier ist auch ein wunderschönes Bild von ihm und mir:

Romano Astra Kulturhaus Berlin

Dankeschön für diesen wunderschönen Abend! Glückwunsch zu dieser extrem erfolgreichen Tour! Bis bald hoffentlich! Romano, du bist super! Ich komm mit dir nach Köpenick! 

Ich denke jetzt sollte jedem klar sein, warum dieser Artikel eine Liebeserklärung an Romano ist!

Übrigens habe ich noch einen super tollen Blog von Steffen Neumeister gefunden, in dem er auch wirklich tolle Fotos von diesem Abend zeigt! Schaut mal vorbei: Steffen Neumeister

Aber hier könnt ihr erstmal meine mehr oder weniger schönen Bilder des Abends sehen:

 

 

Annenmaykantereit Alles nix konkretes

Annenmaykantereit – Alles nix konkretes

ENDLICH! 

Endlich ist die Platte da, auf die wir über viele Jahre gewartet haben! Annenmaykantereit waren vor Jahren noch ein absoluter Geheimtipp in der Indie Szene. In Berlin verkauften sie schon vor 2 Jahren die Clubs aus. Ich erinnere mich noch an eine kleine Show im Lido. Nicht zu verkennen…Sänger Henning May mit seiner absolut außergewöhnlichen Stimme. Er klingt wie ein 50 Jähriger Mann, der seine Stimme von vielen Whiskey- und Rauch- Exzessen hat. Hat er aber nicht! In den ersten Videos von Annenmaykantereit, die es bei Youtube gibt, ist er süße 19 Jahre alt. Mittlerweile ist er und seine Bandkollegen zu jungen Erwachsenen herangereift. Und in den letzten Jahren sind sie auch zu echten Superstars herangereift. Von kleinen Clubs wie das Lido in Berlin, verkaufen sie nun schon größere Hallen wie das Tempodrom im Eiltempo aus. Alle wollen diese schöne Band sehen, hören und erleben. Jedes Konzert ist ein Erlebnis! Es gibt immer was zu träumen, es gibt immer was zum tanzen, es gibt immer was zum freuen, traurig sein, mitsingen und sich einfach freuen! Bei jedem Konzert gibt die Band auch kleine private Dinge von sich, was sie absolut sympathisch macht. Vor 1 Jahr (im Februar) spielten sie 2 Shows im Waschhaus Potsdam. Am Ende des Konzertes entdeckte ich Herbert Grönemeyer, der Gast des Konzertes war. Das war schon echt erstaunlich!

Ich hatte das Glück die Band relativ früh für mich entdeckt zu haben. Ich konnte so an der Entwicklung der Band teilhaben. Wie unsicher Henning anfangs auf der Bühne war, war schon ziemlich niedlich! Das hatte er eigentlich nie nötig.

Annenmaykantereit ist ein ungewöhnlicher Bandname: Christopher Annen, Henning May und Severin Kantereit sind die stetigen Bandmitglieder, aus deren Nachnamen sich der Bandname zusammensetzt. Live werden sie begleitet von dem „wunderbaren“ Malte Huck.

Zur Platte: „Alles nix konkretes“

Kauf zum Beispiel hier: AMAZON

12 Songs für 12,90 € geht voll klar! Die Investition ist es absolut wert.

Hier mal die Titelliste:

  1. Oft gefragt
  2. Pocahontas
  3. Es geht mir gut
  4. 3.Stock
  5. Wohin du gehst
  6. Mir wär‘ lieber, du weinst
  7. Bitte bleib
  8. Neues Zimmer
  9. Barfuß am Klavier
  10. 21,22,23
  11. Länger bleiben
  12. Das Krokodil

Endlich kann ich die Songs hören wann immer ich will, wie oft ich will! Bisher ging das nur über Youtube. Schon jahrelang habe ich nur auf die CD gewartet. Ich war eine der ersten, die sich einen Annenmaykantereit Pullover gekauft hat. Ich glaube tatsächlich, dass man mit Merchandising und dem Kauf der CD tatsächlich die Künstler unterstützt. Und das investiere ich gern, wenn ich die Band mag.

Der Albumtitel: „Alles nix konkretes“ spiegelt die Beziehungen und die Oberflächlichkeit in der Gesellschaft wieder. Das Album ist voller Liebeslieder. Wir können uns nicht mehr auf Beziehungen festlegen, sondern wollen es häufig nicht richtig definieren. Im Song „Es geht mir gut“ konkretisiert die Band die Aussage „Alles nix konkretes“ in dem sie sagen, dass es uns oberflächlich immer gut geht, aber keiner mehr in die Tiefe gehen will und die Fragen „Wie geht’s dir eigentlich? Was geht heute Abend? Und sonst so?“ genau das wiederspiegelt. Sie antworten darauf: „Es geht mir gut, es geht mir eigentlich immer gut!“ und bleiben damit selbst auch unkonkret. „Und dann sag ich dir, was du hören willst und dann bist du wieder still.“

Songs wie „Oft gefragt“ und „Barfuß am Klavier“ sind zu genüge im Radio rauf und runter gelaufen, eigentlich sind es wirklich schöne Songs. Aber wenn man schon die ersten 3 Töne hört, mag man es nicht mehr hören! Zu oft gehört. Das Radio versaut einiges. Ob es der Band wohl auch so geht? Gerade der Song „Oft gefragt“ ist ein sehr schöner gefühlvoller Song, den Henning May für seinen Vater geschrieben hat. Ich persönlich mag das dazugehörige Video auf Youtube sehr. Das hat etwas sehr familiäres. Hier!

Mein persönlicher Lieblingssong ist: „Pocahontas“! Der Rhythmus des Schlagzeugs und die Botschaft des Songs passen einfach perfekt zusammen. Darin geht es um eine Trennung. Beide kennen sich sehr gut, sind einander nicht egal und dennoch müssen sie voneinander Abschied nehmen. Der Schmerz ist in diesem Song sehr spürbar. Ich mag das!

Es gibt natürlich auch ein paar neue Songs, die man bisher noch nicht aus Youtube oder von Konzerten kannte. Bisher waren es auf den Konzerten immer die Songs ohne Namen. Sie wurden einfach gespielt, teilweise improvisiert. Fürs Publikum war’s jedes Mal beeindruckend. Ich bin gespannt auf Songs wie: „Mir wär‘ lieber, du weinst“, „Bitte bleib“, „Länger bleiben“ und „Das Krokodil“.

Für mich ist es ein sehr schönes Album. Eine absolute Kaufempfehlung von mir!

Tourdates in Berlin (leider alle schon ausverkauft!)

21.3. 2016 Wanderzirkus in Berlin

1.4. 2016 Tempodrom Berlin

9.5.2016 Tempodrom Berlin

19.8.2016 Zitadelle Spandau Berlin

Bosse Engtanz

Bosse im Astra Kulturhaus Berlin

Bosse ist momentan auf großer Engtanz Tour in ganz Deutschland unterwegs. am 13.3.2016 war er im Astra Kulturhaus Berlin. Dieses war bereits ausverkauft, da war das neue Album „Engtanz“ noch gar nicht erschienen. Ich möchte euch hier ein paar Eindrücke von diesem schönen Konzert schildern. Aber schaut selbst…

Vorband

Elias Hadjeus aus Berlin. Das sind zwei schöne, noch sehr junge Jungs mit Gitarre, die mal witzige, mal eingängige und vor allem schöne Lieder singen. Eigentlich singt nur Elias. Er ist auch aus Berlin und fühlt sich sehr geehrt, dass er heute im großen Astra auftreten darf und freut sich, dass er Toursupport für Bosse sein darf. Schöne Singer-Songwriter Songs! Klasse! Also ich hab erstmal ein Like da gelassen! Ich glaube das Publikum war auch ganz angetan, denn es gab nach jedem Song einen kräftigen und ehrlichen Applaus. In den ersten Reihen gab es sogar vereinzelt Menschen, die seine Songs mitsangen! Süß! Was mir im Kopf geblieben ist sind rosa Elefanten und ein Astra am Ostkreuz. Letzteres wäre laut eigener Aussage ein Song, der nur in Berlin und Hamburg wirklich passen würde. Alle anderen würden ihn nicht so verstehen. Ich find’s schön!

Und dann…kam endlich Bosse

Hier schonmal gleich zu Beginn die Setlist…nicht ganz vollständig…aber trotzdem cool!

Bosse Berlin Setlist 2016

An der Setlist sieht man, dass der Abend gut gemischt mit neuen und alten Songs war! Es gab natürlich einige Überraschungen.
Zunächst begann der erste Song: „Außerhalb der Zeit“ mit dem berühmten Berliner Kneipenchor, der auch bei diesem Song am Album beteiligt war. Schön, dass Bosse ihnen die Möglichkeit gibt, Live mitmachen zu dürfen!

Bosse Berliner Kneipenchor

 

Es gab auch eine wirklich gute Mischung aus ruhigeren Liedern und tanzbaren Liedern. Es ist ziemlich schwer Bosse überhaupt zu fotografieren, da er eigentlich immer in Bewegung ist! Aber ein paar Mal hat es vor allem bei den Balladen doch geklappt:

Mein persönlicher Lieblingssong vom neuen Album ist: „Dein Hurra“. Diesen Song hat er heute Abend seiner besten Freundin gewidmet. Ich habe euch ein Video davon gemacht und hoffe, dass es nicht gesperrt wird! Schaut mal rein: Bosse – Dein Hurra (Live)

Und dann kam der Moment auf den viele gewartet haben…die Spannung stieg…viele hätten alles darauf verwettet, dass Casper heute Abend vorbeikommt und beim Song: „Krumme Symphonie“ seinen Teil mitsingt, den er auch bereits beim Album mitgesungen hat. Cas wohnt um die Ecke und deswegen wäre es gar nicht unrealistisch gewesen. Als der Song nun angespielt wurde und Bosse die erste Strophe sang, entschuldigte er sich, dass Casper leider nicht da sein kann, weil er krank sei, aber dafür hat er einen anderen Rapper besorgt. Einen Typen mit einem Spiegelei auf dem Kopf! Aber der konnte unfassbar gut Rappen und hat Casper musikalisch definitiv sehr gut ersetzt! Ich war leider in diesem Moment ein wenig zu aufgeregt um den Namen zu verstehen. Ich fand ihn aber großartig!

Bosse Rap Krumme Symphonie

Dann gab es einen Moment in dem sie den alten Song: „Schönste Zeit“ spielten und dabei wurden Luftballons im Publikum herum gegeben, die dann pünktlich zu diesem Song aufgepustet wurden. Das war wirklich passend und schön. Bevor er diesen Song spielte, erzählte Aki (=Axel Bosse) ein bisschen aus seiner Jugendzeit. Er kommt aus der Nähe von Braunschweig, hatte keine tolle Jugend, wurde von seinen Mitschülern geschlagen, weil er lange Haare hatte, spürt die Schläge heute noch, er war mehr Links als Rechts und so weiter…bei der letzten Aussage bekam er einen großen Applaus, sodass er sich dazu veranlasst fühlte zu sagen, dass er von dieser ganzen AFD- Scheiße so angepisst ist und die Argumentation der Nazis nicht ansatzweise nachvollziehen kann. Wer irgendwie noch Verstand hätte, sollte diese Partei nicht wählen. Dafür bekam er einen noch größeren Applaus. Politische Botschaften wie diese hört man immer häufiger auf Konzerten wie diesen und sind in harten Zeiten wie diesen auch so unfassbar wichtig! Toll, dass auch Aki sein Statement dazu abgegeben hat!

Später am Abend ließ er sich beim Song: „3 Millionen“ dazu hinreißen ins Publikum zu stürmen und mit allen gemeinsam mitzusingen, mitzutanzen und mitzuspringen. Doch mitten im Song bat er kurz um Ruhe und stellte sich auf die Mülltonne von „Viva con Aqua“ und machte Werbung dafür, dass es wichtig ist, die Jungs und Mädels zu unterstützen, weil die für Trinkwasser in den ärmsten Ländern der Welt sorgen. Klasse, dass er auch darauf nochmal aufmerksam macht! Und die Leute in den hinteren Reihen sind auch begeistert, dass sie ihn mal von nahem sehen dürfen! 3 Millionen ist sowieso ein Song, der gut zu Berlin passt und deswegen unweigerlich auf der Setlist stehen muss!

Einer seiner letzten Songs war: „Kraniche“ einer meiner Alltime-Favourite-Songs von Bosse. Er war bei diesem Song sehr beeindruckt vom Publikum, dass es so toll mitgesungen hat und wiederholte den Refrain mehrfach, um die Lautstärke des singenden Publikums zu genießen. Ich liebe diesen Song vor allem wegen der Zeile: “ Es war immer jemand da, der mir tief in den Kopf sah!“ 

Herzlichen Dank für so einen wunderschönen Abend! Ich hoffe wir sehen uns bald wieder! Für mich ist es ein absolut verdienter Platz 1 in den Albumcharts!

Deichkind Berlin

Deichkind in der Max-Schmeling-Halle Berlin

Deichkind? Mehr als nur „Leider GEIL“!

Warum Deichkind einfach eine einzige Party sind, werde ich euch mit folgenden Bildern zeigen…

Na? Wer findet sich?

Deichkind Berlin

Arbeit nervt! (Ziemlich)

Deichkind Berlin

Aber sie ist auch LEIDER GEIL! Denn mit diesem Luftballon kann man so schön in der Menge des Publikums spazieren gehen. Im neongelben Raumanzug versteht sich! 😉

Wer das Liket ist blöd? Bei „Like mich am Arsch“ geht’s ab! Da stehen plötzlich so komische Tierchen auf der Bühne..

Deichkind Berlin

Um sich davor zu retten, muss man erstmal wieder ein Bad in der Menge nehmen…natürlich im Boot!

Deichkind Berlin

Aber da es so nass ist, muss man erstmal mit den Regenschirmen tanzen! Sehr eindrucksvoll! Schöne Choreografie! (Neeeeinnnn…nicht zu verwechseln mit dem komischen Umbrella-Dingens!)

Typisch Deichkind! Oder?

Deichkind Berlin

Wir haben Ferris, was habt ihr? Der König himself im bunten Solarium! Gottesgleicher Anblick!

Deichkind Berlin

Ich hab den Song vergessen, aber das Bühnenbild ist lustig! Und das Licht ist schön! <3

ABER…jetzt kommt eins der Highlights…

ROLLT DAS FASS REIN!

#RefugeesWelcome

Und schon kurze Zeit später…da reitet einer so spät durch Nacht und Wind…Das große FINALE! VERRÜCKT UND BUNT! Genau mein Stil!

SCHÖN! WIRKLICH EINFACH SCHÖN!

Deichkind Berlin

 

Was noch zu sagen ist:

  • -die Show war Ausverkauft!
  • -die Stimmung war hammermäßig am kochen!
  • -Niemand hat auch nur 1 Minute gesessen!
  • -Danke an den Vorband-DJ, dass er sowohl David Bowie als auch Romano gespielt hat! AWESOME
  • -Deichkind kann man nicht erklären, Deichkind muss man erleben!
  • -Konfetti!
  • -Dreieckshelme!
  • -Nicht vergessen: REFUGEES WELCOME! Wir kämpfen für das GUTE und geben niemals auf!
  • -Danke Deichkind! Kommt bald wieder!

Ps.: Bild anklicken zum vergrößern! 😉

Undichmachdich Berlin

Undichmagdich im Hangar 49 Berlin

Undichmagdich oder auch &I<3U habe ich vor einiger Zeit als Vorband von The Love Bülow kennengelernt. Seit dem versuche ich sie hin und wieder auf ihren Konzerten in Berlin zu besuchen.

Eine noch unbekannte Band, die teilweise auch noch Straßenmusik macht. Da kann man sich auch mal vor oder nach dem Konzert mit den Bandmitgliedern unterhalten…

Undichmagdich Berlin

Undichmagdich waren die ganze Woche auf Deutschlandtour. Diese sollte eine Art „unplugged“ Tour sein. Berlin war der große Abschluss der Tour. Und für sie auch das Highlight.

Ich war das erste Mal im Hangar 49. Zunächst ist das gar nicht so leicht zu finden. Wir sind erstmal daran vorbeigelaufen und haben es auch erst 800m später gemerkt. Eine wirklich sehr schöne Location. Klein aber fein. Mit Ausblick auf die Spree. Wirklich der Wahnsinn. Der Eintritt war frei und der Laden war voll. Ich kann eine Menschenmenge schwer schätzen, aber wenn es 100 Leute waren, dann ist das schon viel.

Ich persönlich schätze diese kleinen Konzerte sehr. Sie sind etwas sehr intimes. Die Band hat in Berlin schon einige Fans, die an diesem Abend eine tolle Stimmung verbreiteten und ihnen den Applaus bescherten, den sie nirgendwo sonst auf ihrer Tour bekommen haben. Sie waren ganz verzückt und hingerissen.

Als es ganz kurz ein kleines technisches Problem gab, füllte der Sänger Felix die Pause mit dem Song „Bolle“ (den Berliner Gassenhauer) und begeisterte damit das Publikum so sehr, dass es nach Zugaben rief. (Eine Youtuberin hat dieses Video von dem Abend hochgeladen : Undichmagdich – Bolle)
Nichtsdestotrotz sind die Songs von Undichmagdich auch wirklich schön. Sehr abwechslungsreich in der Stimmung und so wurde mal getanzt, mal laut mitgesungen, mal geträumt und auch viel gelacht. Eine tolle Mischung, die das Konzert zu einem unvergesslich schönem Abend machte!

Dankeschön an &I<3U und bis bald!

Undichmachdich Berlin